News
Open Government Data-Screening im Bund: Bericht zu potentiell OGD–fähigen Datensätzen publiziert

3.11.2017 , ,

Im Arbeitsprogramm der Bundesregierung 2017/2018 wurde die Zielsetzung festgehalten, bis Ende 2020 alle Daten der öffentlichen Verwaltung nach Möglichkeit als Open Data zur Verfügung zu stellen. Im Projekt „Screening verfügbarer Datenbestände auf Open-Data-Tauglichkeit (Kurztitel: OGD Screening 2017)“ wurden daher von Juni bis Mitte September 2017 Daten der 13 Bundesministerien auf ihre Open-Data-Tauglichkeit hin geprüft. Der nun vorliegende Bericht enthält eine Zusammenfassung, eine Erklärung zum Erhebungsprozess, die Ergebnisse aus den Ministerien und abschließende Empfehlungen.

Die Erhebung wurde durch das Bundeskanzleramt gesteuert und von den Chief Information Officer (CIOs) bzw. IT-LeiterInnen im jeweiligen Ministerium intern koordiniert. Begleitet wurde das Projekt vom Zentrum für Verwaltungsforschung (KDZ). Zusätzlich zu den Rückmeldungen der Ressorts wurden Daten von drei nachgeordneten bzw. ausgegliederten Dienststellen gemeldet: Umweltbundesamt, Österreichisches Patentamt und die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.

 

 

Mittels acht Kriterien aus dem KDZ-Vorgehensmodell, konnten Datensätze mit einem einfachen Punktesystem von 0 – 5 Punkten auf ihre Open-Data-Tauglichkeit bewertet werden.

Erfasst wurden insgesamt 711 Datensätze. 382 Datensätze wurden dabei mit 30 Punkten und mehr bewertet, haben in keinem Ausschlusskriterium null Punkte erhalten und in der Spalte »Veröffentlichung gewünscht« wurde nicht »nein« oder »unklar« angegeben wurde. Diese Datensätze erscheinen also auf jeden Fall als für die Veröffentlichung geeignet. Weitere 161 Datensätze enthalten zwischen 20 und 30 Punkten, erscheinen aus Sicht der Bewertung aber ebenso für eine Veröffentlichung geeignet. Die übrigen Datensätze sind noch unklar und müssen weiter überprüft werden oder wurden, etwa auf Grund datenschutzrelevanter Fragen als nicht für eine Veröffentlichung bestimmt eingestuft.

Die größten Themenbereiche sind
• Umwelt,
• Bildung und Forschung,
• Land- und Forstwirtschaft,
• Verwaltung und Politik sowie
• Gesundheit.

Unter den genannten Datensätzen, die auch für eine Veröffentlichung bestimmt sind, finden sich etwa Messwerte zu
• Luftgüte, Ozon, Luftschadstoffen und Treibhausgasen,
• Seismogramme,
• Klimareferenzkarten,
• die Breitbandversorgung in Österreich,
• die Verteilung meldepflichtiger Krankheiten nach Bezirken,
• Berichte zur Drogensituation in Österreich,
• Aufgriffe gefälschter Waren oder
• die Gletscher-Massenbilanz und andere meteorologische Daten.

Aufbauend auf den Ergebnissen des Screenings kann künftig die schrittweise Veröffentlichung der identifizierten Datensätze vorgenommen werden. Dabei
können einige Datensätze relativ rasch veröffentlicht werden, bei vielen Daten sind jedoch zuvor noch weitere Analysen erforderlich.

Basierend auf den Ergebnissen werden der nächsten Bundesregierung bzw. den zuständigen Ministerinnen und Ministern unter anderem folgende Maßnahmen empfohlen:
• Erstellen eines Veröffentlichungsplans,
• Klären von Unklarheiten,
• begleitende Schulungsmaßnahmen und
• Einbinden der nachgeordneten und ausgegliederten Dienststellen sowie der großen Register.

Der Gesamtbericht steht unter einer Creative Commons Lizenz gemeinsam mit den Rohdaten unter data.gv.at zur Verfügung: https://www.data.gv.at/katalog/dataset/05f6c1e4-ae72-45a5-b249-105212463591 .

 


Teilen

2 Klicks für mehr Datenschutz: ein wesentliches Open Data-Prinzip besagt, dass keine Daten veröffentlicht werden dürfen, die einen Rückschluß auf einzelne natürliche Personen zulassen. Ein ähnliches Prinzip zum Schutz persönlicher Daten wird auf data.gv.at bei Teilen-Buttons für Social-Media-Netzwerke verfolgt: da diese Teilen-Buttons allein beim Laden bereits Daten übermitteln, bieten wir Ihnen die Möglichkeit der Selbstbestimmung - Sie können selbst entscheiden, ob ein Teilen-Button aktiviert werden soll oder nicht.