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Lösungs- und Suspensionsfrachtmessung des Johnsbaches im Nationalpark Gesäuse

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es eine Abschätzung des Verhaltens und der Menge der Lösungs- und Suspensionsfracht im Johnsbach zu erlangen. Die geologische Situation im Einzugsgebiet sowie zusätzliche Faktoren wie Abfluss und Niederschlag machen hier eine Einschätzung ohne Datenerhebung vor Ort problematisch. Diese Erhebung stellt einen wichtigen Teil im Bezug auf den gesamten Sedimenttransport des Gerinnes dar, der im Zuge von anderen Projekten untersucht wird.

An insgesamt 6 Geländetagen in der Zeit von Februar bis Juni wurden an vorher festgelegten Messpunkten im Gerinne Wasserproben genommen sowie Abflussmessungen vorgenommen. Die Abflussmessung erfolgte mit Hilfe der Salzverdünnungsmethode. Die Wasserproben für die Schweb- und Lösungsfrachtanalyse wurden mit Hilfe der sogenannten Einpunktmessung entnommen und zu einem späteren Zeitpunkt im Labor untersucht. Darauf folgte die gravimetrische Bestimmung der Schwebfracht und die Lösungsfracht wurde mit den Verfahren der Atomspektroskopie und der Chromatographie analysiert.

Die Ergebnisse der Schwebfrachtuntersuchungen waren sehr unterschiedlich die Konzentration im Fluss reicht von 0,46 mg/l bis zu 14,39 mg/l. An den verschiedenen Messpunkten waren die Konzentrationen ebenfalls sehr unterschiedlich und hängen mit dem Abflussverhalten des Johnsbaches zusammen. Allgemein ist zu sagen, dass die Konzentration der Schwebstoffe mit steigendem Abfluss zunimmt. Die Lösungsfrachtkonzentration weist generell nicht so große Unterschiede auf. Sie nimmt im Verlauf des Flussverlaufes zu und hängt stark mit der elektrischen Leitfähigkeit zusammen. Verglichen mit dem Abfluss sinkt die Lösungsfrachtkonzentration jedoch mit steigendem Abfluss. Die Zusammensetzung der Ionen m Wasser ergibt sich teilweise aus dem Gesteinsvorkommen im Einzugsgebiet: Calcium, Sulfat und Magnesium sind hier als Hauptinhaltsstoffe zu nennen. Im Bezug auf den Einfluss auf den gesamten Sedimenttransport stellen die Werte der Schwebfracht eine eher untergeordnete Rolle dar. Die Menge der gelösten Stoffe ist um ein vielfaches größer als die Schwebstoffe (bezogen auf den Zeitraum von Februar bis Juni). Allerdings kann diesbezüglich nur schwer eine Prognose abgegeben werden, da der Zeitraum der Messungen zu kurz war um ein aussagekräftiges Resultat zu bekommen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der Schwebfrachttransport im Johnsbach höchst variabel ist und vom Abfluss und einigen weiteren Faktoren wie Niederschlag, Materialverfügbarkeit, etc. abhängig ist. Im Vergleich dazu stellt die Lösungsfracht die konstantere Größe dar. Gelöste Stoffe sind immer vorhanden und spiegeln erwartungsgemäß die geolo-gische Situation im Einzugsgebiet des Gerinnes wieder.

Daten und Ressourcen
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NP Gesaeuse
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Nationalparks Austria
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01.01.2015 01:00:00
Datum des Metadatensatzes
Datum, an dem der Metadatensatz erzeugt bzw. aktualisiert wurde. Die Datumsangabe erfolgt gemäß Ö–NORM ISO 8601 YYYY-MM-DD.
28.09.2020 02:13:29
Kategorie
Kategorisierung des Datensatzes, Dienstes oder Dokuments.
Geographie und Planung
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1EA2B09B-B848-55B0-F048-CD16011C901B
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