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Fischotterkartierung Enns

alka-kranz - Ingenieurbüro für Wildökologie und Naturschutz Graz Die Enns wird auf der gesamten Länge vom Fischotter genutzt. Es handelt sich dabei nicht um ein gelegentliches Auftreten von durchwandernden Individuen, sondern um ein etabliertes Vorkommen, das über den untersuchten Flussabschnitt weit hinausreicht; untermauert wird dieser Befund auch durch das wiederholte Vorhandensein von Familiengruppen (Weibchen mit Jungtieren).

Die Nachweishäufigkeit im gesamten Einzugsgebiet der Enns ist seit 1999 deutlich angestiegen (1999 27%, 2003 44%, 2006 78%). Daraus kann man schließen, dass der Fischotterbestand in Zunahme begriffen ist, auch im gegenständlichen Natura 2000 Gebiet. Das Natura 2000 Gebiet wurde in drei gewässermorphologisch und ökologisch begründete Teilabschnitte gegliedert und in diesen wurden die Habitatfunktionen Nahrung, Tagesrastplätze, Jungenaufzucht, Permeabilität und Sicherheit analysiert. Zwischen Paltenmündung und Gesäuseeingang ist das Hauptdefizit die geringe bzw. nicht leicht erreichbare Nahrung für den Otter. Abseits der Enns gibt es am Talboden das Potential von Jungenaufzuchtgebieten.

Die Enns zwischen Gesäuseeingang und Stausee ist in Hinblick auf die Erreichbarkeit von Nahrung abschnittsweise etwas besser zu beurteilen als der obere Abschnitt. Sein Hauptdefizit ist die für Otter besonders gefährliche Bundesstraße zwischen dem Gesäuseeingang und der Mündung des Goferbaches; ein weiteres Defizit ist der Mangel an verfügbaren Tagesverstecken auf Grund des ebendort intensiv praktizierten Wassersports. Frei laufende Hunde stellen eine weitere Gefahr für Otter dar. Der Abschnitt ist für Wurfbaue ungeeignet. Die Enns zwischen Stausee und Hieflau ist eine Restwasserstrecke, was in Anbetracht des Schluchtcharakters und der Normalwassermenge für Otter in Hinblick auf die Erreichbarkeit von Nahrung und die Passierbarkeit des Abschnittes positiv zu beurteilen ist. Das Hauptdefizit besteht hier in mangelnder Sicherheit an einem neuralgischen Punkt (Kfz-Unfallgefahr und Ertrinken).

Im ruhigen Abschnitt der Enns oberhalb des Gesäuses könnte das Nahrungsangebot wenn schon nicht direkt in der Enns, so doch im unmittelbaren Umland unschwer verbessert werden, wodurch das Gebiet auch als Jungenaufzuchtgebiet an Attraktivität gewinnen würde. Im wasserreichen Abschnitt des Gesäuses sollte der Wassersport zeitlich (morgens und abends, in der ersten Jahreshälfte mehr als in der zweiten) und zu einem geringen mTeil auch räumlich eingeschränkt werden. Weiters sollte Hundeleinenpflicht eingeführt werden. Im obersten Abschnitt des Gesäuses ist eine Otterschutzbarriere zur mBundesstraße unerlässlich. Im untersten Abschnitt (Restwasserstrecke) sollte das punktuell bestehende Sicherheitsrisiko durch einen Otterschutzzaun und eine Ausstiegshilfe (Betonrampe) aus dem Kanal beseitigt werden.

In Zukunft sollte das Fischottervorkommen, allfällige Gefahrenbereiche, vor allem aber auch Auswirkungen diverser Projekte auf den Fischotter über verschiedene Monitoring merfasst werden; besonders wichtig wäre es, die Nahrung des Otters zu quantifizieren, mwas auch in Hinblick auf die Auswirkung des Otters auf Forellen- und Äschenbestände von Relevanz wäre.

Daten und Ressourcen
Veröffentlichende Stelle
Bezeichnung bzw. Name der Organisation der den Metadatensatz veröffentlicht.
Nationalparks Austria
Datenverantwortliche Stelle
Bezeichnung bzw. Name der für den Datensatz, Dienst oder das Dokument zuständigen Organisation bzw. Person
NP Gesaeuse
Kontaktseite der datenverantwortlichen Stelle
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Weiterführende Metadaten - Link
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Zeitliche Ausdehnung (Anfang)
Element zur Erfassung des Beginns der Gültigkeit eines Datensatzes, Dienstes oder Dokuments
01.01.2007 01:00:00
Datum des Metadatensatzes
Datum, an dem der Metadatensatz erzeugt bzw. aktualisiert wurde. Die Datumsangabe erfolgt gemäß Ö–NORM ISO 8601 YYYY-MM-DD.
05.03.2019 11:36:50
Kategorie
Kategorisierung des Datensatzes, Dienstes oder Dokuments.
Umwelt
Eindeutiger Identifikator
Eindeutiger Identifikator für den Metadatensatz. Der Eintrag beschreibt die eindeutige Identifikation für einen Metadatensatz. Es sollte eine UUID (nach RFC:4122) gewählt werden.
C1563CE7-56D9-579A-0218-73526B4090B7
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