Katalog
Verbreitung der Neophyten entlang der Enns im Gesäuse und Handlungsempfehlung

Im Rahmen des studienbegleitenden Praktikums im Jahr 2006 wurden die Standorte der Neophyten Fallopia japonica, Impatiens glandulifera, Impatiens parviflora, Solidago canadensis und Solidago gigantea entlang der Enns im Gesäuse kartiert. Im Zuge der Diplomarbeit wurden die aufgenommenen Parameter digital aufbereitet und ausgewertet. Zusätzlich wurde ein ArcGis Projekt angelegt, in dem die Standorte der Vorkommen projiziert werden und die gewünschte Information abgerufen werden kann. Zur Übersicht und Veranschaulichung wurde eine Verbreitungskarte mit der aktuellen Neophytenvegetation 2006 erstellt.

Die Schutzziele des Untersuchungsgebietes erfordern eine Maßnahmenergreifung, da v.a. großflächige, dichte, verjüngungshemmend wirkende Neophytenbestände in geschützten FFH-Lebensräumen die ansässige Flora und Fauna verdrängen oder beeinflussen können. Dies betrifft insbesondere Bereiche mit verstärktem Neophytenaufkommen, aber auch zahlreiche Impatiens glandulifera Bestände im Untersuchungsgebiet. Maßnahmen sind auf diesen Flächen zwar notwendig, jedoch weder zielkonform noch nachhaltig. V.a. der Samennachschub von Neophytenbeständen oberhalb des Untersuchungsgebietes sowie die Großflächigkeit der etablierten Bestände ergeben eine Sinnwidrigkeit bei Maßnahmenergreifung.

Die Bekämpfung von Fallopia japonica sowie Maßnahmen in der Haselau wurden hingegen als möglich betrachtet. Fallopia japonica besiedelt nur wenige Standorte im Untersuchungsgebiet, der Neophyt ist im Gesäuse (noch) nicht etabliert. Weil jedoch ein invasiver Charakter der Art bekannt ist, erscheint eine frühzeitige, präventive Maßnahmenergreifung sinnvoll. Die Haselau liegt inmitten eines relativ neophytenarmen Flussabschnittes; übersichtliche Neophytenbestände sind vorzufinden. Eine Bekämpfung wäre nicht aussichtslos, zumal die Haselau verschiedene FFH Lebensräume und den vitalsten Ufer-Reitgras Bestand (stark gefährdet in der Steiermark) im Untersuchungsgebiet beinhaltet. Neben der Erfolgskontrolle der Standorte mit Maßnahmenergreifung erscheint auch eine Bestandskontrolle und Dauerbeobachtung, v.a. für wissenschaftliche Grundlagenforschung, als notwendig. Das entwickelte Monitoring Konzept umfasst demnach zwei verschiedene Aspekte, dabei wurde nach unterschiedlichen Methoden vorgegangen. Als flankierende Maßnahme sollte v.a. Öffentlichkeitsarbeit stattfinden. Sie dient zur Vorbeugung gegen wiederholtes anthropogenes Ausbringen sowie der breiten Meinungsbildung und Einbindung in die Thematik.

Daten und Ressourcen
Datenverantwortliche Stelle
Bezeichnung bzw. Name der für den Datensatz, Dienst oder das Dokument zuständigen Organisation bzw. Person
NP Gesaeuse
Kontaktseite der datenverantwortlichen Stelle
Kontaktseite der datenverantwortlichen Stelle
Veröffentlichende Stelle
Bezeichnung bzw. Name der Organisation der den Metadatensatz veröffentlicht.
Nationalparks Austria
Weiterführende Metadaten - Link
Verweis zu weiterführenden Informationen zum Datensatz bzw. Dienst. Verweise auf Datensätze, die im Dokument benutzt oder interpretiert werden.
Zeitliche Ausdehnung (Anfang)
Element zur Erfassung des Beginns der Gültigkeit eines Datensatzes, Dienstes oder Dokuments
01.01.2007 01:00:00
Datum des Metadatensatzes
Datum, an dem der Metadatensatz erzeugt bzw. aktualisiert wurde. Die Datumsangabe erfolgt gemäß Ö–NORM ISO 8601 YYYY-MM-DD.
05.03.2019 11:38:17
Kategorie
Kategorisierung des Datensatzes, Dienstes oder Dokuments.
Umwelt
Eindeutiger Identifikator
Eindeutiger Identifikator für den Metadatensatz. Der Eintrag beschreibt die eindeutige Identifikation für einen Metadatensatz. Es sollte eine UUID (nach RFC:4122) gewählt werden.
D8A3234C-53A8-55C1-4890-1D3681E68ABD
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