Katalog
Die Heuschreckenfauna der Nationalpark-Almen

Auf den 2004 bis 2006 untersuchten Almen konnten insgesamt 20 verschiedene Heuschreckenarten nachgewiesen werden (Tabelle 6). Die Zahl der determinierten Individuen beläuft sich insgesamt auf 1374 Exemplare (960 Adulte, 414 Larven). 325 Tiere (davon 293 Larven) konnten nur der Gattung Chorthippus oder Tetrix, aber keiner Art oder bei Tetrix teilweise nur mit einem Fragezeichen einer Art, zugeordnet werden und wurden in der Artenzahl pro Fläche/Alm nur berücksichtigt, wenn die fragliche Art bzw. keine Art der Gattung nachgewiesen wurde.

Die höchste Artenzahl wurde auf der Niederscheibenalm mit 15 Arten nachgewiesen. Ihr folgen die Hochscheibe mit 13 15 Arten und die Kölbalm mit 13 - 14 Arten, wobei vor allem auf der Kölblalm 2004 zusätzliche Flächen untersucht wurden. Deutlich geringere Artenzahlen mit 5 bzw. 7 Arten wurden auf den 2004 untersuchten Flächen der Hüpflinger, Haselkar- und Scheucheggalm festgestellt.

Von den aufgelassenen Almen zeichnet sich die Eggeralm mit neun nachgewiesenen Arten aus. Strukturvielfalt, Lage und Exposition dürften für die hohe Artenzahl verantwortlich sein. Auf den beiden nordexponierten und daher klimatisch wenig begünstigten Almen am Zinödl (Wolfbauernhochalm und Ebnesangeralm) konnten hingegen nur 1 bzw. 2 Arten registriert werden.

Insgesamt weisen die Almen nördlich der Enns tendenziell eine höhere Artenzahl auf. Und fünf Arten konnten auf den untersuchten Almflächen bisher ausschließlich nördlich der Enns nachgewiesen werden: Chrysochraon dispar, Euthystira brachyptera, Leptophyes boscii, Psophus stridulus und Tetrix subulata.

Die Gesamtartenzahlen schwanken sehr stark zwischen den einzelnen Almen. Zu den artenreichsten Flächen zählen gut besonnte und strukturreiche Flächen, die den unterschiedlichen Lebensraumansprüchen der einzelnen Arten gerecht werden. Weiters spielt v.a. auch die Seehöhe für diese wärmeliebende Tiergruppe eine entscheidende Rolle (vgl. Frieß & Derbuch 2005). So zählen beispielsweise die Flächen auf der Niederscheibenalm (900 m) zu den artenreichsten (v. a. Farn- und Reinweide), während die Artenzahl auf der Hochscheibenalm (1190 m) auf den stark beweideten und kurzgrasigen Flächen (v.a. Intensivweide und Totholzweide) deutlich niedriger ist. Hier könnten jedoch auch unterschiedliche Beweidungsintensitäten eine Rolle spielen, den die Untersuchungsflächen auf der Hochscheibenalm sind stärker beweidet, so dass vertikale Strukturen großteils fehlen und die Artenzahl auch dadurch niedriger sein könnte.

Daten und Ressourcen

Veröffentlichende Stelle Bezeichnung bzw. Name der Organisation der den Metadatensatz veröffentlicht. Nationalparks Austria
Datenverantwortliche Stelle Bezeichnung bzw. Name der für den Datensatz, Dienst oder das Dokument zuständigen Organisation bzw. Person NP Gesaeuse
Kontaktseite der datenverantwortlichen Stelle Kontaktseite der datenverantwortlichen Stelle http://www.parcs.at/npg/contact.php
Weiterführende Metadaten - Link Verweis zu weiterführenden Informationen zum Datensatz bzw. Dienst. Verweise auf Datensätze, die im Dokument benutzt oder interpretiert werden. http://www.parcs.at/npg/mmd_fullentry.php?docu_id=30418
Zeitliche Ausdehnung (Anfang) Element zur Erfassung des Beginns der Gültigkeit eines Datensatzes, Dienstes oder Dokuments 01.01.2008 01:00:00
Datum des Metadatensatzes Datum, an dem der Metadatensatz erzeugt bzw. aktualisiert wurde. Die Datumsangabe erfolgt gemäß Ö–NORM ISO 8601 YYYY-MM-DD. 05.03.2018 11:28:51
Eindeutiger Identifikator Eindeutiger Identifikator für den Metadatensatz. Der Eintrag beschreibt die eindeutige Identifikation für einen Metadatensatz. Es sollte eine UUID (nach RFC:4122) gewählt werden. 273E26B1-29FA-5114-B1CE-155661728675
comments powered by Disqus

Anwendungen

Haben Sie eine Anwendung zu diesem Datensatz erstellt? Dann teilen Sie uns dies bitte mit.

Teilen

2 Klicks für mehr Datenschutz: ein wesentliches Open Data-Prinzip besagt, dass keine Daten veröffentlicht werden dürfen, die einen Rückschluß auf einzelne natürliche Personen zulassen. Ein ähnliches Prinzip zum Schutz persönlicher Daten wird auf data.gv.at bei Teilen-Buttons für Social-Media-Netzwerke verfolgt: da diese Teilen-Buttons allein beim Laden bereits Daten übermitteln, bieten wir Ihnen die Möglichkeit der Selbstbestimmung - Sie können selbst entscheiden, ob ein Teilen-Button aktiviert werden soll oder nicht.

comments powered by Disqus