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Machbarkeitsstudie Deutsche Tamariske, Myricaria germanica, im Gesäuse

Die Deutsche Tamariske, Myricaria germanica, war ehemals an unseren Flüssen von den Oberläufen bis zu den tiefsten Lagen ein kommuner Strauch. Doch seither hat sich das Bild unserer Fließgewässer mit der Regulierung und Begradigung der Flüsse zum Zwecke der Urbarmachung angrenzenden Landes und vor allem der vermeintlichen Reduktion schädigender Hochwässer drastisch geändert. Die Dynamik ist den Flüssen geraubt worden und damit der Raum für Wildflusslandschaften mit großartigen Umlagerungsbereichen, wie sie beispielsweise am Tagliamento noch existieren. Ein übriges in der Zäsur der Kraft der Flüsse bewirkten die Errichtung von Kraftwerken und Geschieberückhalteanlagen, letztere speziell an den Zubringern zu den größeren Vorflutern. Damit wurde der Grundstein für den Rückgang der Tamarisken-Populationen gelegt, welche auf dynamische Uferpionierstandorte spezialisiert ist. Dies führte soweit, dass Myricaria germanica mittlerweile aufgrund ihrer ausgesprochenen Seltenheit in ganz Österreich als "vom Aussterben bedroht" eingestuft werden muss bzw. In Teilregionen bereits ausgestorben ist.

Mit dem "Artenschutzprojekt Deutsche Tamariske" wurde versucht, die Möglichkeiten und Aussichten einer Wiederansiedelung von Myricaria germanica im Gesäuse aufzuzeigen. Aufbauend auf die darin gewonnenen Erkenntnisse wurde das Wiederansiedlungsprojekt Deutsche Tamariske im Nationalpark Gesäuse gestartet. Die Projekterkenntnisse und bisher sich einstellenden Ergebnisse werden mit dem vorliegenden Bericht dokumentiert. Sie umfassen eine Know-How-Sammlung zur Tamariske, gewonnen aus verschiedenen Wiederansiedelungsversuchen in Österreich und Südtirol sowie Beobachtungen an autochthonen Standorten. Mit einem Fotomonitoring ausgewählter Standorte im Gesäuse wurden potenzielle Wiederansiedelungsflächen über eine Vegetationsperiode hinweg beobachtet und deren Dynamik dokumentiert und interpretiert. Im Bereich Gstatterboden wurde ein spezifisch geplanter Pflanzgarten errichtet, welcher der Vorkultivierung von Tamarisken dient. Damit soll sicher gestellt werden, dass Tamarisken in ausreichender Anzahl und als vollständig entwickelte Pflanzen gezogen werden, um sie für die Ausbringung innerhalb des Nationalparks entsprechend gut vorbereitet zur Verfügung zu haben. In einem weiteren Kapitel werden die bisherigen Ausbringungsversuche im Nationalpark dokumentiert und abschließend die gesammelten Erkenntnisse für zukünftige Ausbringungen zusammen gestellt. Auf das in absehbarer Zeit die Deutsche Tamariske, Myricaria germanica, ins Gesäuse wieder zurückkehrt und eine stabile, selbsterhaltende Population aufgebaut werden kann.

Daten und Ressourcen
Datenverantwortliche Stelle
Bezeichnung bzw. Name der für den Datensatz, Dienst oder das Dokument zuständigen Organisation bzw. Person
NP Gesaeuse
Kontaktseite der datenverantwortlichen Stelle
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Veröffentlichende Stelle
Bezeichnung bzw. Name der Organisation der den Metadatensatz veröffentlicht.
Nationalparks Austria
Weiterführende Metadaten - Link
Verweis zu weiterführenden Informationen zum Datensatz bzw. Dienst. Verweise auf Datensätze, die im Dokument benutzt oder interpretiert werden.
Zeitliche Ausdehnung (Anfang)
Element zur Erfassung des Beginns der Gültigkeit eines Datensatzes, Dienstes oder Dokuments
01.01.2009 01:00:00
Datum des Metadatensatzes
Datum, an dem der Metadatensatz erzeugt bzw. aktualisiert wurde. Die Datumsangabe erfolgt gemäß Ö–NORM ISO 8601 YYYY-MM-DD.
05.03.2019 11:38:16
Kategorie
Kategorisierung des Datensatzes, Dienstes oder Dokuments.
Umwelt
Eindeutiger Identifikator
Eindeutiger Identifikator für den Metadatensatz. Der Eintrag beschreibt die eindeutige Identifikation für einen Metadatensatz. Es sollte eine UUID (nach RFC:4122) gewählt werden.
0C2E13B6-92A7-540B-1978-F7B6338B0B0F
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