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Junge Hacker*innen verbessern mit offenen Daten die Welt

18.11.2019

Linz. Jugend hackt Österreich 2019 stand ganz im Zeichen von hacken, tüfteln und erfinden zur Verbesserung der Umwelt. Rund 40 Nachwuchshacker*innen setzten ihre Visionen für  Umweltschutz, Gesundheit und Zusammenleben um.

Bei der öffentlichen Präsentation in der Tabakfabrik Linz konnte man sich von der Kreativität der jungen Hacker*innen und der hohen technischen Qualität der Ergebnisse überzeugen. Vizebürgermeisterin Karin Hörzing zeigt sich begeistert: „Ausdrücklichen Respekt den Teilnehmer*innen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren, die unermüdlich kreativ und ergebnisorientiert gearbeitet haben und Dank Zeitumstellung auch diese gewonnene Stunde zu nutzen wussten.“

Originelle Projekte mit offenen Daten

So entstanden in nur zweieinhalb Tagen und mit Unterstützung technisch versierter Mentor*innen originelle mobile Apps, digitale Anwendungen und Hardwareprojekte. Zwei davon machen sich dabei offene Daten zunutze und eines generiert sogar selbst welche. Die Projekte zeigen auf diese Weise eindrucksvoll den konkreten Nutzen von offenen Daten, Plattformen wie data.gv.at sowie freien Lizenzen.

Die Kartenapplikation „ÖGÖ – Österreichs Grüne Öffis“ etwa schlägt umweltfreundliche Fortbewegungsmittel vor und trägt so zur erhöhten Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln bei. Mit Filtern und Routenplaner können so begeisterte oder neue Öffi-Nutzer*innen ihre umweltfreundlichen Fahrpläne zusammenstellen.

Das Projekt „Parlament 360“ stellt die Anwesenheitszeiten der EU-Parlamentarier*innen in den Fokus und visualisiert daneben auch das Abstimmungsverhalten der einzelnen Fraktionen. Auf einen Blick wird ersichtlich, wer oft Abstimmungen schwänzt und in wie weit das Gesagte mit den tatsächlichen Abstimmungen in Einklang steht. Auf diese Weise liefert „Parlament 360“ wichtige Informationen über die Vertrauenswürdigkeit unserer politischen Vertreter*innen.

Mit der „Open Weather Station“ hingegen können Umweltdaten gemessen und live ins Internet übertragen werden. Die dabei entstehenden Daten können wiederum von jedem weitergenutzt werden. Das Open-Hardware-Projekt zeigt, wie schnell und kostengünstig sich jede*r ein genaues Bild über seine unmittelbare Lebensumgebung machen kann.

Die Projektpräsentationen gibt es zum Nachsehen als Video unter http://www.jugendhackt.at

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