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Hochwertige Datensätze zur Stärkung der digitalen Wirtschaft

19.11.2019

Workshop zu Open Data und der neuen Public Sector Information (PSI) Richtlinie vom 14.11.2019

Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Potential von offenen Daten wird in Österreich und Europa noch unzureichend genutzt. Innovative KMU und Start-ups benötigen Daten für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Die Daten des öffentlichen Sektors sind hingegen häufig nur bedingt weiterverwendbar.

Beim Workshop zu PSI und Open Data im Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) vom 14.11.2019 diskutierten Teilnehmer aus ganz Österreich gemeinsam mit den Vertretern des Ministeriums, der Europäischen Kommission, des Umweltbundesamtes, der ZAMG und dem schwedischen Unternehmen MetaSolutions darüber, wie die Datenwirtschaft gestärkt werden kann und welche Datensätze essentiell für die Weiterentwicklung des Standorts sind. Die Festlegung von europaweit kostenlos und per Schnittstelle (API) verfügbaren hochwertigen Datensätzen könnte dabei einen Innovationsschub bewirken.

Open Data und PSI Richtlinie

Vom BMDW wurde die Bedeutung eines offenen, europäischen Modells des Umgangs mit Daten auf der Grundlage hoher europäischer Datenschutzstandards hervorgehoben. Wichtig sei ein holistischer Blick auf die Geschäftschancen und den gesellschaftlichen Nutzen und die übergreifende Datennutzbarkeit.

Laut Europäischer Kommission erfolge die Vergabe der Folgenabschätzung/Studie zu hochwertigen Datensätzen (HVD) mit 1.1.2020. Man gehe vom Abschluss der Studie im September 2020 aus. Daraufhin werde der Durchführungsrechtsakt entworfen. Es handelt sich dabei um eine unmittelbar anwendbare Verordnung. Es wird ein aktiver Dialog mit den Mitgliedstaaten verfolgt und man sei dankbar für die Übermittlung von Vorschlägen zu HVD.

Im Workshop angesprochen wurden Wettbewerbsfragen bzw. Daten des Privatsektors, Aktivitäten für die Gebühren verrechnet werden dürfen, dynamische Daten und API, Open Access, sowie Abgrenzungsfragen zu INSPIRE bzw. ITS (RL intelligente Verkehrssysteme). Auf die Möglichkeit des Verweises auf das Monitoring der Sustainable Development Goals (SDG) bei HVD, sowie die Einrichtung von Open Data-Verantwortlichen in öffentlichen Stellen wurde ebenso hingewiesen.

Umwelt- und meteorologische Daten

Vom österreichischen Umweltbundesamt und der ZAMG wurden Anwendungsfälle von dynamischen Luftqualitätsdaten und Aktivitäten im eigenen Wirkungsbereich vorgestellt. Hinsichtlich der Finanzierung sei es wichtig, die Kostenstrukturen an heutige Zeiten anzupassen.

Beispiel von Schweden

Vom Unternehmen MetaSolutions AB wurden Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Schweden und Österreich im Datenbereich aufgezeigt. Essentiell seien die Bewusstseinsbildung und Beratung von öffentlichen Akteuren zur Verfügbarmachung von offenen Daten samt Metadaten über das nationale Datenportal.

Dokumente


Übermittlung von Vorschlägen für hochwertige Datensätze:
Georaum, Erdbeobachtung und Umwelt, Meteorologie

Die Task Force PSI und Open Data des BMDW ersucht um Übermittlung von Vorschlägen für hochwertige Datensätze in den Datenkategorien Georaum, Erdbeobachtung und Umwelt, Meteorologie an psi@bmdw.gv.at.

Vorlage der Europäischen Kommission: PSI-template-for-input-on-HVD.xlsx


Fotos (© BMDW)

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2 Klicks für mehr Datenschutz: ein wesentliches Open Data-Prinzip besagt, dass keine Daten veröffentlicht werden dürfen, die einen Rückschluß auf einzelne natürliche Personen zulassen. Ein ähnliches Prinzip zum Schutz persönlicher Daten wird auf data.gv.at bei Teilen-Buttons für Social-Media-Netzwerke verfolgt: da diese Teilen-Buttons allein beim Laden bereits Daten übermitteln, bieten wir Ihnen die Möglichkeit der Selbstbestimmung - Sie können selbst entscheiden, ob ein Teilen-Button aktiviert werden soll oder nicht.